Joel Schumacher

* 29.08.1939 in New York City
† 22.06.2020 in New York City
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R.I.P.

Entzündet am 23.06.2020 um 15:18 Uhr

Joel Schumacher

23.06.2020 um 09:35 Uhr von Redaktion

Joel Schumacher (* 29. August 1939 in New York City; † 22. Juni 2020 ebenda) war ein US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor und Produzent.

Leben

23.06.2020 um 09:35 Uhr von Redaktion

Schumacher wurde 1939 in New York geboren und studierte an der Parson School of Design. Zunächst in der Modeindustrie arbeitend, begann er seine mediale Arbeit als Kostümbildner in Hollywood und entwickelte seinen Stil in der Fernsehbranche. Er schrieb Drehbücher für den Film Car Wash – Der ausgeflippte Waschsalon (1976) und eine Anzahl weniger erfolgreicher Filme. Er verfasste auch das Script für The Wiz – Das zauberhafte Land (1978).

 

Sein Regiedebüt hatte er 1981 mit Die unglaubliche Geschichte der Mrs. K. mit Lily Tomlin. Es folgten schnell weitere Erfolge, darunter die Brat-Pack-Filme St. Elmo’s Fire – Die Leidenschaft brennt tief (1985) und The Lost Boys (1987), die mit ihren Genre-Elementen viel Zuspruch beim Publikum fanden. 1993 folgte Falling Down – Ein ganz normaler Tag mit Michael Douglas in der Hauptrolle. Schumacher verfilmte auch zwei Romane von John Grisham, Der Klient (1994) und Die Jury (1996).

 

Mit wachsendem Ansehen bekam er sein erstes großes Budget, als er von Tim Burton die Rechte an Batman übernahm. Batman Forever (1995) war ein Sommerhit. Der Nachfolger Batman & Robin (1997) erreichte zwar bei Kosten von 125 Mio. ein weltweites Einspielergebnis von 238 Millionen Dollar, fiel jedoch bei vielen Kritikern und Fans massiv durch. Bei der Goldenen Himbeere 1998 war der Film in insgesamt elf Kategorien nominiert, darunter Schumacher selbst in der Kategorie Schlechteste Regie. Der angekündigte fünfte Film der Batman-Serie wurde abgesagt, und Schumacher kehrte zu weniger ehrgeizigen Projekten zurück. 8mm – Acht Millimeter (1999), Tigerland (2000) und Nicht auflegen! (2002) konnten an den Kinokassen Gewinne erzielen, Schumacher aber erhielt von Kollegen und Filmkritik kaum Anerkennung.

 

2004 schuf er mit opulenter Ausstattung die Filmversion von Andrew Lloyd Webbers Musical Das Phantom der Oper. Sein letzter Film Trespass aus dem Jahr 2011 spielte bei Produktionskosten von 35 Millionen in den amerikanischen Kinos 24.000 US-Dollar und weltweit etwa 6 Millionen US-Dollar ein.

 

Am 22. Juni 2020 starb er in New York City im Alter von 80 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.

Filmografie

23.06.2020 um 09:33 Uhr von Redaktion

1974: Virginia Hill (Fernsehfilm)

1979: Amateur Night at the Dixie Bar and Grill (Fernsehfilm)

1981: Die unglaubliche Geschichte der Mrs. K. (The Incredible Shrinking Woman)

1983: Die Chaotenclique (D.C. Cab)

1985: St. Elmo’s Fire – Die Leidenschaft brennt tief (St. Elmo’s Fire)

1987: The Lost Boys

1989: Seitensprünge (Cousins)

1990: Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (Flatliners)

1991: Entscheidung aus Liebe (Dying Young)

1992: 2000 Malibu Road (Miniserie, 5 Episoden)

1993: Falling Down – Ein ganz normaler Tag (Falling Down)

1994: Der Klient (The Client)

1995: Batman Forever

1996: Die Jury (A Time To Kill)

1997: Batman & Robin

1999: 8mm – Acht Millimeter (8MM)

1999: Makellos (Flawless)

2000: Tigerland

2002: Bad Company – Die Welt ist in guten Händen (Bad Company)

2002: Nicht auflegen! (Phone Booth)

2003: Die Journalistin (Veronica Guerin)

2004: Das Phantom der Oper (The Phantom of the Opera)

2007: Number 23 (The Number 23)

2009: Blood Creek

2010: Twelve

2011: Trespass

2013: House of Cards (Fernsehserie, 2 Episoden)

Auszeichnungen (Auswahl)

23.06.2020 um 09:32 Uhr von Redaktion

2004: AARP Movies for Grownups Awards – Movies for Grownups Award, Bester Regisseur (Nicht auflegen!)

2010: Camerimage – Special Award to the Director

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