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Mahammad Nadjafi-Kouzehkonani

* 15.11.1929
† 29.07.2025
Erstellt von DuMont RAG/Köln
Angelegt am 09.08.2025
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Kondolenzen (3)

Sie können das Kondolenzbuch nutzen, um den Angehörigen Ihr Beileid zu bekunden, Ihrer eigenen Trauer Ausdruck zu verleihen oder um dem Verstorbenen einige letzte Worte des Abschieds mitzugeben.

Kondolenz

Offizielle Trauerrede

14.08.2025 um 20:39 Uhr von Sirus Nadjafi-Kouzehkonani

Offizielle Trauerrede:

„Liebe Familie, liebe Freunde, liebe Wegbegleiter,
wir sind heute hier versammelt, um Abschied zu nehmen von meinem Vater, Dr. Mahammad Nadjafi-Kouzehkonani.

Er kam am 15. November 1929 in Abadan, Iran, zur Welt. Sein Weg führte ihn nach Deutschland, wo er in Köln Medizin studierte und als Arzt tätig wurde. Über viele Jahre hinweg leitete er seine eigene Praxis in Leverkusen – direkt gegenüber diesem Friedhof, auf dem er nun seine letzte Ruhe findet.

Mein Vater war weit mehr als ein Arzt. Er war ein Mensch voller Wärme, Güte und Lebensfreude. Er war fröhlich, stets gut gelaunt, humorvoll und immer hilfsbereit. Seine Berufung, Menschen zu helfen, lebte er jeden Tag – nicht nur in der Praxis, sondern in jeder Begegnung. Wenn seine Patienten ihn anriefen, ließ er alles stehen und liegen – sogar an Geburtstagen oder während Familienfeiern – weil er wusste, dass er gebraucht wird.

Seine Werte haben uns geprägt: Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft, ein offenes Herz. Familie war ihm das Wichtigste. Er pflegte Freundschaften und soziale Kontakte mit einer Herzlichkeit, die ansteckend war. Es gibt viele Erinnerungen, die ihn beschreiben. Er hat im Iran eine Schule gebaut und gefördert. Er war politisch interessiert, intellektuell und immer engagiert.

Für uns als Familie war er immer da – mit Rat, mit einem offenen Ohr, mit starken Überzeugungen. Er war ein Vorbild, nicht durch Worte allein, sondern durch sein Handeln. Wir haben viele schöne Momente geteilt – besonders unsere zahlreichen Familienfeiern und Urlaube in unserem Ferienhaus auf Mallorca. Diese Erinnerungen bleiben lebendig – wie kleine Leuchttürme, die uns auch in dieser schweren Zeit Orientierung und Halt geben.

In den letzten Tagen seines Lebens blieb er sich treu. Er war positiv und beschwerte sich nicht. Vielmehr legte er sein Schicksal vertrauensvoll in Gottes Hand – mit der tiefen Gewissheit, dass sein Weg von dort aus gut geführt wird. Selbst bei unserer letzten Begegnung im Krankenhaus konnten wir gemeinsam lachen. Er ist so gegangen, wie er es sich immer gewünscht hat: selbstbestimmt, nach seiner Entlassung in seinem eigenen Haus.

Es war sein ausdrücklicher Wunsch, bei seiner Mutter begraben zu werden. Wir sind dankbar, dass wir ihm diesen Wunsch heute erfüllen können. Mein Vater hinterlässt uns etwas sehr Kostbares: die bedingungslose Liebe, die Kraft, die Familie zusammenzuhalten, und den Mut, glücklich und erfolgreich zu sein.

In jedem Leben gibt es Augenblicke, in denen wir – gewollt oder ungewollt – nicht allen gerecht werden können. Manches bleibt unausgesprochen, manches unvollendet, und manches schmerzt auch noch nach vielen Jahren. Wenn mein Vater in solchen Momenten nicht so handeln konnte, wie es sich jemand gewünscht hätte, dann nicht aus Gleichgültigkeit, sondern weil das Leben manchmal Wege nimmt, die wir erst im Rückblick ganz verstehen. Heute, an diesem Tag, an dem wir ihn verabschieden, wünsche ich mir, dass wir auch diese Kapitel mit Frieden im Herzen betrachten – und dass wir ihn in liebevoller Erinnerung bewahren, ohne Last, ohne Groll.

Ich möchte euch ein Zitat mitgeben, das ihn und seine Lebenshaltung widerspiegelt:
„Geh nicht nur zu den Blumen, um ihren Duft zu genießen – sei selbst der Duft, der bleibt, wenn die Blüte längst verweht ist.“

Mein Vater war dieser Duft. Seine Liebe, seine Güte und seine Freude bleiben bei uns – in jedem Gespräch, in jeder Erinnerung, in jedem Lachen. Wir sind dankbar für sein erfülltes Leben, für die Hochzeiten seiner Kinder und die Enkelkinder, die er erleben durfte, für die unzähligen Momente, die er uns geschenkt hat. Er wird in unseren Erinnerungen weiterleben. Wir spüren seine Liebe – und wir sind sicher, dass es ihm gut geht, an dem Ort, den sich seine Seele durch seine guten Taten zu Lebzeiten verdient hat.

Lasst uns mit Liebe im Herzen mit Mut voranschreiten, die Erinnerung an ihn in Ehren halten, glücklich sein und meinen Vater weiterhin stolz durch unser Handeln machen. Denn genau das hätte er gewollt.

In Liebe und in Dankbarkeit – Sirus“

Vielen Dank allen Trauergästen für das zahlreiche erscheinen und die Anteilnahme!

Familie Nadjafi-Kouzehkonani

Kondolenz

Lieber Herr Kouzehkonani,

12.08.2025 um 14:05 Uhr von Günter Nennewitz

als langjährige Nachbarn haben wir uns vor allem in den letzten Jahren ein schon besonderes Vertrauensverhältnis aufgebaut. Unsere allwöchentlichen Treffen bei  Tee und Kuchen waren immer wieder interessant und erkenntnisreich. Sie waren ein wunderbarer Erzähler. Ich habe Sie kennen gelernt als tief gläubig, empathisch und immer freundlich und hilfsbereit. Unsere Gespäche werden mir fehlen, unsere kleine Welt ist etwas ärmer geworden.             Sie waren ein guter Mensch.

 

Kondolenz

Lieber Mahammad,

10.08.2025 um 02:18 Uhr von Ingrid Nahl-Höfer

Über viele Jahre bist du mein Hausarzt, ein Vertrauter und ein Freund gewesen. Immer wieder haben sich unsere Wege gekreuzt. Deine Hingabe an deinen Beruf und die Menschen haben mich beeindruckt.

Ruhe in Frieden nach deinem langen erfüllten Leben.

Ingrid