Wilhelm Nagel

Wilhelm Nagel

* 29.07.1927
† 30.03.2014
Erstellt von Wirtrauern- Redaktion
Angelegt am 09.04.2014
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Abschied von Wilhelm Nagel

10.04.2014 um 10:50 Uhr von Wirtrauern-

Von Montserrat Manke

Wesseling. Die Stadt am Rhein trauert um einen ihren berühmtesten Söhne: Im Alter von 86 Jahren verstarb Goldschmiedemeister Wilhelm Nagel am 30. März. Er wurde vergangenen Mittwoch unter großer Anteilnahme zur letzten Ruhe auf dem Keldenicher Friedhof gebettet.

Das Werk Wilhelm Nagels ist immens und kann an dieser Stelle nicht komplett aufgezählt werden, doch zu Berühmtheit gelangte der Keldenicher durch den 'DFB-Pokal', den er 1964 geschmiedet hatte. Dabei war die Passion des gläubigen Katholiken eigentlich die sakrale Kunst: Zahlreiche Bischofsstäbe, prunkvolle Tabernakel - darunter auch der in St. Germanus in Wesseling - die Gestaltung von Altären (zum Beispiel im Xantener Dom), oder auch das Kreuz auf der Grabeskirche in Jerusalem zeugenvon der Vielfalt der Arbeiten Nagels, der das Handwerk des Gold- und Silberschmiedes über 70 Jahre ausübte.

Mit seiner großen Liebe Martha war der Verstorbene 59 Jahre verheiratet, eigene Kinder waren dem Paar nicht vergönnt, was beide immer wieder außerordentlich bedauert haben. Doch Martha Nagel hat Familie, und sie war sehr gerührt, wie traurig die Neffen und Nichten bei der Beerdigung von Wilhelm Nagel waren: 'Sie müssen ihren Onkel ja doch ganz schön lieb gehabt haben', sagte sie im Gespräch mit der Redaktion.

Die 86-Jährige blickt trotz aller Trauer nach vorne, und berichtet, dass beide gerade in der letzten Zeit vor dem Tode Nagels jede Minute zusammen sehr bewusst verbracht haben: 'Wissen Sie, er ist ja nicht fort, sondern nur voran gegangen', sagt sie.

Beim letzten Redaktionsbesuch vor zwei Jahren riet der damals 84-Jährige dazu, dass man sich durchbeißen und von der Masse abheben müsse, wenn man etwas werden will, im Leben. Eine Eigenschaft, die vielen jungen Leuten heutzutage abhanden gekommen sei. Wilhelm Nagel hat sich zeitlebens von der Masse abgehoben und ist oftmals gegen den Strom geschwommen.

Nichtsdestotrotz wurde sein Werk mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, er ist Träger des Kulturpreises des Rhein-Erft-Kreises und war einer der ersten, die mit dem 'Sigillum' der Kölner Juwelier-, Gold- und Silberschmiedeinnung geehrt wurden.

Schlossbote/Werbekurier

vom 09.04.2014

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